Coach Pat

Krafttrainer

Performance Physique

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Fettverbrennung heißt nicht Fettverlust!

Was sagt er da? Aber Pat, wenn ich Fett verbrenne, dann nehme ich doch ab, oder?
Leider nein, leider gar nicht.
Nur weil man Fett verbrennt bedeutet es nicht, dass man auch welches verliert.

Cardio für die Fettverbrennung?

Fettverbrennung

Fettverbrennung bedeutet, dass Fettsäuren oxidiert werden (unter Hinzunahme von Sauerstoff) um den Energiebedarf des Körpers zu decken.

Sofern nun jemand eine mörderische Oxidationsrate (Fettverbrennung) hat, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Person auch Fett verliert.


Begebe ich mich aufs Laufband in der Hoffnung die unbeliebten Pölsterchen an Bauch, Hüfte, Po und Beinen los zu werden passiert optisch gesehen vorerst rein gar nichts. Dennoch ist Cardio immer wieder das Mittel der Wahl, wenn das Fett weg muss.

30 Minuten Steady State Cardio können zwar Fett verbrennen, die letzten Polster bleiben allerdings wo sie sind, wenn nicht in einem Kaloriendefizit gegessen wird.


Erhöhte Fettverbrennung dank Low-Carb und ketogener Ernährung

Bei einer kohlenhydratarmen Kost wird mehr Fett verbrannt als in einer kohlenhydratbetonten Ernährung. Macht ja auch Sinn, da ja schließlich auch mehr Fett gegessen wird. Irgendwo muss die Energie, die unser Körper benötig ja auch herkommen. Entferne ich die Kohlenhydrate bzw. reduziere sie hat der Körper gar keine andere Wahl, als sich auf Fette zu stürzen. Ja, Proteine und die körpereigenen Glykogenspeicher können auch als Energiequelle herangezogen werden, allerdings ist es vor Allem beim Protein so, dass diese Mengen so gering sind, dass dies vernachlässigbar ist. Wer also versucht seinen Energiebedarf über Eiweiß zu decken wird nicht lange über die Runden kommen. Das ist der Grund warum Modelle wie PSMF (Protein Sparing Modified Fast) immer nur kurzfristig betrieben werden. Irgendwann braucht der Körper halt Treibstoff in Form von Kohlenhydraten und Fetten.


Wenn wir allerdings Fett (Gewicht) verlieren und nicht nur verbrennen möchten, müssen wir entsprechend weniger Energie zuführen, damit unser Körper an die Vielzahl von Fettspeicher geht, die ihm zur Verfügung stehen.


Das Kaloriendefizit und Fettverlust

Wenn ich mehr futtere als ich verbrauche ist es irrelevant ob ich meine Alltagsaktivität durch Cardio erhöht habe und während dieser Zeit anteilig mehr Fett verbrannt habe als Kohlenhydrate bzw. Glykogen.

Ich brauche für einen Fett- bzw. Gewichtsverlust immer ein Defizit.

Wie das letzten Endes zu Stande kommt ist zweitrangig. Hier sollte ausprobiert und individuell angepasst werden. Nichts anderes mache ich mit meinen Kunden. Es gibt einfach Menschen, die wenig Hunger haben und mit entsprechend weniger Nahrung sehr gut zurecht kommen. Sofern jemand ab einer gewissen Nahrungsmenge dennoch durchgehend hungrig bleibt, ist es ratsam die Alltagsaktivität und damit den Kalorienverbrauch durch Sport, Cardio oder lockere Spaziergänge zu erhöhen.

Ich würde allerdings raten, den Proteinkonsum konstant hoch zu halten. So kann ein möglicher Muskelabbau während einer Kalorienrestriktion verhindern werden.

Zusätzlich sättigt Protein ungemein. Deswegen ist auch eine PSMF-Woche so gut durchzuhalten. Bei ca. 2g pro kg Körpergwicht und der ausschließlichen Zufuhr von Gemüse komme ich in ein enormes Kaloriendefizit ohne tatsächlich großem Hunger ausgesetzt zu sein. Ein bisschen ist dabei, keine Frage. Allerdings handelt es sich bei dem PSMF wie gesagt auch um eine kurzfristige Maßnahme, statt einer langfristigen Ernährungsweise.


Um den Fettverlust einmal zu veranschaulichen stellen wir uns ein Lagerhaus (=Körperfettanteil) vor. Dort lagern genau 100 Pakete, welche mit dem Buchstaben K (Kohlenhydrate) oder F (Fett) versehen sind. Im Laufe eines Arbeitstages kommen immer wieder Arbeiter und entfernen mal ein Päckchen hier und ein Päckchen dort und stellen gelegentlich mal wieder eins zurück.


Sind am Ende des Tages immer noch 100 Pakete vorhanden spielt es keine Rolle welche Aufschrift diese tragen, da sich die Gesamtzahl nicht geändert hat.

Das bedeutet, wenn ich genauso viele der o.g. Pakete wieder in das Lagerhaus bringe wie ich raus nehme bleibt der Inhalt des Lagerhauses (Körperfettanteil/Gewicht) ein und derselbe.


Übersetzt heißt dies, dass ich mich so viel bewegen kann wie ich will. Sofern ich immer genau das futter, was ich eigentlich loswerden will, passiert optisch und auf der Waage rein gar nichts.


Zusatz: Intermittierendes Fasten oder warum es scheißegal ist welche Ernährungsweise du befolgst.

Dieser Artikel war im Prinzip schon fertig, aber aufgrund der letzten Ereignisse sah ich mich gezwungen noch ein wenig dran rumzuschrauben.

Der „Intermittierendes Fasten“ Artikel erregte einiges Aufsehen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für die zahlreichen Komplimente. Ich hoffe, dass zukünftige Beiträge diesem im Nichts nachstehen. Doch zurück zur Thematik.


Ich wurde gefragt ob ich „Das“ jetzt extra mache um noch weiteres Fett abzubauen.


Meine klare Antwort darauf: „Jein!“


Wie im Verlauf dieses Artikels beschrieben ist die oberste Regel für einen Fettverlust das Kaloriendefizit. So könnte ich ohne weiteres auch Fett verlieren indem ich kein intermittierendes Fasten betreibe. Ich habe mich aber dazu entschieden, da ich wissen wollte wie sich das anfühlt und ob so eine Maßnahme tatsächlich funktionieren kann.

Je mehr ich selbst ausprobiert habe, desto mehr kann ich letzten Endes auch weitergeben.


Ich halte nichts davon über etwas zu quasseln von dem ich keine Ahnung habe.

Ernähren tue ich mich um mich in erster Linie gut zu fühlen. Das Aussehen kommt dann sowieso.


Darüber hinaus kann für einen Fettverlust jede Ernährungsweise herhalten. Ich könnte auch jeden Tag lediglich ein Ben & Jerry’s futtern (bzw. 2). Natürlich würde ich bis zu einem gewissen Punkt Gewicht verlieren. Dieser Gewichtsverlust fühlt dann halt nur scheiße an, weil ich halt quasi null Proteine, Vitamine und den ganzen anderen nötigen Kram aufnehme. Die Wichtigkeit von Vitaminen und Co. ist Teil eines anderen Kapitels.


Um noch was mit an die Hand zu geben

Finde eine Ernährungsweise, die du langfristig betreiben kannst ohne ständig darüber nachdenken zu müssen, ob sie jetzt richtig ist. Wenn sie für dich passt, ist sie richtig.

Wenn du Kraft und Masse aufbauen kannst und zufrieden mit deiner Optik bist ist jede weitere Diskussion hinfällig.


In meinem Ernährungscoaching gehen wir genau auf diese Thematik ein. Was kannst du tun um ohne Stress langfristig stärker, muskulöser und sozusagen "fettfrei" zu werden.

Ich denke das interessiert uns doch alle, oder?

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